Anschreiben: lästig, aber meistens gefordert

Aufbau:

  1. Absender und Empfänger

Oben links führst du deinen Namen und deine vollständige Adresse an. Weitere Informationen nennst du dann im Lebenslauf. Darunter folgt dann der Name und die Adresse des Unternehmens sowie der Name des dortigen Ansprechpartners, sofern dir dieser bekannt ist. Ein-zwei Zeileen weiter, auf der rechten Seite, fügst du Ort und Datum hinzu (z.B. Hörstel, 05.03.2019). Zuletzt braucht dein Anschreiben dann noch eine Betreffzeile, die möglichst präzise formuliert und dezent hervorgehoben werden sollte. Z. B.

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Fachkraft für Lebensmitteltechnik.

Dann geht es auch schon weiter mit der…

  1. Anrede

Hier stellt sich die Frage, ob du den Namen des Ansprechpartners deiner angestrebten Ausbildung kennst oder nicht. Häufig findest du den Ansprechpartner in der Stellenausschreibung. Falls nicht, kannst du auch ruhig bei dem Unternehmen anrufen und danach fragen. Dies macht bei der Bewerbung einen sehr guten ersten Eindruck und beweist dein Interesse an der Stelle.

Kennst du den Namen des Ansprechpartners, dann formulierst du die Begrüßung so:

Sehr geehrte Frau Müller, …

Kennst du den Namen des Ansprechpartners nicht, dann formulierst du den Satz wie folgt:

Sehr geehrte Damen und Herren, …

Dann kommt der nächste Punkt.

  1. Wie bist du auf die Ausbildung / das Unternehmen aufmerksam geworden?

Deinen Fließtext leitest du mit der Erklärung ein, wie du auf das Unternehmen und den Ausbildungsplatz aufmerksam geworden bist. Du kannst z.B. schreiben:

„… über die von Ihnen ausgeschriebene Stellenanzeige auf localxperts.de bin ich auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, in Ihrem Unternehmen die Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik absolvieren zu können.“

Um darauf etwas genauer einzugehen, gehe auf die nachfolgenden Fragen ein…

  1. Warum gerade diese Ausbildung?

Hier musst du vermitteln, warum du dich für den Ausbildungsberuf begeisterst. Welche deiner persönlichen Interessen treibt dich an, diesen Beruf erlernen zu wollen?

  1. Warum besonders dieses Unternehmen?

Personalern ist es wichtig zu erkennen, dass du dich mit dem Unternehmen, seinen Werten und dem Betätigungsfeld beschäftigt hast. Formuliere und beschreibe, warum dich dieses Unternehmen anspricht. Die nötigen Informationen dazu findest du entweder auf unseren Arbeitgeberprofilen oder auf der Unternehmens-Website (z.B. unter „Über uns“).

  1. Warum bist gerade du perfekt für diese Ausbildung?

Du kannst damit anfangen, dich und deinen bisherigen Werdegang zu beschreiben. Dazu kannst du erläutern, auf welcher Schule du gerade bist, welche Jahrgangsstufe du dort besuchst und welchen Abschluss du anstrebst. Auch Praktika, Nebenjobs, ehrenamtliches Engagement und Freizeitaktivitäten kannst du hier anbringen. Erwähne die Sachen, die für dich als zukünftigen Auszubildenden sprechen. Dabei können Praktika und Nebenjobs dein Interesse für ein bestimmtes Themengebiet und erste praktische Erfahrungen belegen. Ein freiwilliges Engagement kann deine Einsatzbereitschaft und ein Teamsport deine Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Auch Lieblingsfächer können erwähnt werden, sofern sie einen Bezug zum angestrebten Ausbildungsberuf aufweisen.

Nachdem du dich zwar von deiner besten Seite, aber dennoch realistisch und nicht überzogen präsentiert hast, folgt abschließend noch die …

  1. Verabschiedung

Hier stellst du am besten einen Bezug zum Vorstellungsgespräch her. Beispielsweise kannst du schreiben:

„Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.“

Hierauf folgen eine Abschiedsfloskel (Mit freundlichen Grüßen) und deine Unterschrift. Je nach Versandart unterschreibst du handschriftlich oder scannst diese ein.



Wichtig:

  • Neben einer korrekten und übersichtlichen Schreibweise ist es wichtig, dass du schnell auf den Punkt kommst und Glaubwürdigkeit vermittelst.
  • Darüber hinaus solltest du versuchen, dich im Anschreiben individuell auf das Unternehmen und die Stellenausschreibung zu beziehen. Vermeide ein Anschreiben, das für jede Stelle und jedes andere Unternehmen passen würde, damit das Unternehmen erkennt, dass du dich mit der Ausschreibung auseinandergesetzt hast. Nur das individuelle Anschreiben vermittelt tatsächliches Interesse!